GRUSS

wort
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Liebe Geschwister in der Kolpingsfamilie, liebe Gäste!

Mit Gedanken des früheren Bischofs von Limburg, Dr. Franz Kamphaus, begrüße ich alle zu unserem neuen Programm:
„Vor Jahren war ich in Brasilien. Dieses Bild aus Rio vergesse ich nicht:
Ein  Villenviertel  in  einem    Park  mit  tropischen  Bäumen,  auf  dem  Rasen spielen  Kinder  in  der  Sonne.  Ein  Ort,  an  dem  man  sich`s  wohl  sein lassen  kann.  Wäre  da  nicht  der  Zaun,  der  das  Villenviertel  gegenüber der Umgebung abriegelt, wären da nicht die bewaffneten Kontrollposten, die nur bestimmte Wagen und Personen passieren lassen.  
Auf der anderen Seite des Zauns erlebe ich eine ganz andere Welt:
heruntergekommenen Häuser und Hütten, die Straßen eng und laut, an den   Rändern Berge von Müll.
Wie   kann   man   seinen   Wohlstand genießen, wenn hundert Meter weiter Menschen im Elend hausen? Wie kann  man  seinen  Kindern  teure  Spielsachen  kaufen,  wenn  die  Kinder nebenan  kaum  etwas  zu  essen  haben?  Wie  kann  man  sich  so  sehr gegen die Not der Nachbarn abschotten?
( aus: „Der geteilte Mantel“, Rottenburg, 2017 S.40.)
Bischof  Kamphaus  lebt  heute  als  Seelsorger  im  St,  Vincenzstift  in Rüdesheim  in  seiner  früheren  Diözese.  Er  gibt  durch  sein  einfaches Leben   mit   den   Menschen ein   glaubwürdiges   Zeugnis   christlichen Lebens, wie er es als Bischof immer getan hat.
Mögen  seine  Fragen  unsere  Phantasie  als  Kolpingsfamilie  und  die Phantasie  von  uns  allen  weiterhin  beflügeln  uns  nicht  abzuschotten, sondern  die  Freude  und  die  Not  der  Mensch  um  uns  zu  sehen  und  so miteinander menschlich zu leben.
Möglichst  viele – ja  alle – sind  willkommen  zu  unseren  Vorträgen  und
Gesprächen im Haus und außerhalb.

Mit einem “Treu Kolping“  grüßt
Walter Tötsch, Präses